Pro Alps! – Ein Kommunikationskonzept

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Gut eine Million Schweizer Franken beträgt der Betriebsbeitrag, den der Bund jährlich an das Alpine Museum der Schweiz («Alps») zahlt. Für das Museum entspricht das rund einem Drittel des Budgets. Ab 2019 soll der vom Bund geleistete Beitrag um 75% gekürzt werden. Folglich erhält das Alps nur noch 250’000 Franken im Jahr. Eine Kürzung, die laut Museumsdirektor Beat Hächler fragwürdig erscheint, weil der Bund Mitgründer und Träger des Museums war und die eigene Institution nun wieder abschaffen wolle.

Das Alpine Museum startete zur eigener Rettung die Kampagne «pro alps!» und konnte in diesem Zusammenhang eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit erlangen. Zudem konnte es eine Community aufbauen, die für den Erhalt des Alps einsteht. Ziel des Kommunikationskonzepts war es, Risiken in Chancen umzuwandeln. Es sollen Massnahmen erarbeitet werden, welche sich das Potential der Unterstützer und Unterstützerinnen zu Nutzen machen und zu einem positiven Ausgang der aktuellen Situation des Alpinen Museums beitragen.

Die Massnahmen

1: Wanderausstellung

An belebten Bahnhöfen, welche in Berggebieten liegen, sollten Wanderausstellungen des Alpinen Museums aufgestellt werden. Angeknüpft an das bereits bestehende fünfte Format des Alpinen Museums, könnte so verstärkt die Verbindung zwischen den Bergen und dem Museum in der Stadt hergestellt werden. Zudem könnten potentielle Besucher des Museums in Bern –also Menschen, die sich für Bergregionen interessieren, aufgefangen werden. Pendler, Touristen und Tagesausflüger hätten spontan die Möglichkeit, bei der Wanderausstellung vorbeizuschauen um die Zeit bis zur Ankunft des Zuges zu überbrücken. Zum vereinfachten Transport und Aufbau der jeweiligen Ausstellungen, könnten Schiffscontainer als Ausstellungsraum genutzt werden.

 

2: Bergbau auf dem Bundesplatz

Wanderer aus der ganzen Schweiz würden aufgefordert, einen Stein ihres letzten Ausflugs an das Alpine Museum zu senden oder ihn persönlich vorbeizubringen. Sobald genug Steine vorhanden wären, könnte damit auf dem Bundesplatz ein Berg gebaut werden. Die Leute bringen also die Berge physisch in die Stadt und erzeugen so zusammen mit dem Alpinen Museum eine öffentliche und wahrscheinlich mediale Präsenz.

 

3: YouTube-Werbung

Ziel: Den Zuschauer mit einer provokativen und entsprechend aufbereiteten Aussage in wenigen Sekunden aufzurütteln, und auf drastische aber ehrliche Art auf die Themen des Museums und deren Aktualität hinzuweisen.

 

4: Treuekarte

Mit der Karte (oder als App auf dem Handy) können bei Konsumation und Museumsbesuchen Punkte gesammelt werden. Wer viele Punkte sammelt, erhält attraktive Angebote, wie z.B. einen freien Eintritt an eine Lesung oder Ähnliches. Ziel ist es, die Menschen regelmässig ins Alpine Museum zu locken.

 

PEAK FINDER


Von links nach rechts: Eric Morgenthaler, Laura Calchini, Lukas Brand, Nicola Hasler, Shkurte Berisha, Eric Zankl, Charleen Bretteville

Hier gibt es das vollständige Kommunikationskonzept zum Download.

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